QUANMAX  


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  18.05.12 20:31


Quanmax AG: Hier braut sich was zusammen!

Ohne an der Börse bislang große Beachtung zu finden, formierte sich im österreichischen Linz in den vergangenen Monaten ein spannendes Unternehmen: die Quanmax AG. Doch eine höchst interessante Basis und hohe avisierte Gewinne könnten das Unternehmen und damit seine Aktie schon bald zu einer Erfolgsstory werden lassen. Die Ursprünge der Linzer liegen in der Gericom AG, MAXDATA sowie der Marke chiliGreen. In Deutschland weitgehend unbekannt, ist z.B. die Marke chiliGreen wohl jedem Österreicher ein Begriff, da in der Alpenrepublik diese einer der größten Labels für Desktops und Notebooks im Privatkundenbereich war und ist. Unter der Führung von Hannes Niederhauser, heutiger Aufsichtsratsvorsitzender der Quanmax AG, wird das Unternehmen seit 2008 nun auf neue Beine gestellt. Niederhauser war Gründer und bis 2007 Vorstand der deutschen Kontron AG, dem TecDax Wert mit einer  Marktkapitalisierung von über 400 Mio. Euro. Die Quanmax AG wurde nun eingebettet in die Quanmax Inc. mit Sitz in Taiwan, an der wiederum der weltweit größte  Notebookhersteller Quanta Computer Inc. knapp 20% hält. Damit können die Österreicher heute auf ein äußerst finanzstarkes und innovatives Netzwerk zurückgreifen. Quanmax will sich nun in Zukunft auf die folgenden drei Säulen stützen: zum einen will man weiterhin mit Fokus Österreich im Verbrauchermarkt tätig sein. Da man beim Verkauf von Notebooks und PCs jedoch nur geringe Margen erwirtschaften kann, dürfte dieses Segment kein wesentlicher Wachstumstreiber werden. Attraktiver wird es hingegen bereits in der Einheit Professionell IT Market, mit der man Geschäftskunden in der DACH Region und Osteuropa ansprechen will. Aufbauend auf dem alten MAXDATA Geschäft und dem neuen Netzwerk in Asien, erwartet das Unternehmen in diesem Bereich Rohertragsmargen von 22%. Da dies mit Lösungen von der Stange nicht möglich ist, will man hier Hardwarelösungen anbieten, die dem Kunden einen Mehrwert versprechen. Das dritte Segment befasst sich mit sogenannten Appliances. Hierunter versteht Quanmax individuelle und hoch spezialisierte Hard- und Softwarelösungen, die eine höhere Performance, höchste Sicherheit und Verlässlichkeit garantieren. War im vergangenen Jahr die  Umsatzverteilung noch stark auf das Privatkundensegment fokussiert, will man in den kommenden Jahren eine gleichmäßige Verteilung erreichen und damit die  Gesamtmarge deutlich steigern. Der Turnaround ist bereits im vergangenen Jahr erreicht worden. Bei einem Umsatz von 60 Mio. Euro konnte man einen Gewinn
von 3,3 Mio. Euro bei einer Rohertragsmarge von 11% erzielen. Diese Marge soll im laufenden Jahr bereits auf über 20% und mittelfristig auf über 30% gesteigert
werden. Der Umsatz soll im laufenden Jahr auf rund 70 Mio. Euro steigen, in 2012 will man dann die Marke von 100 Mio. Euro erreichen. Wir rechnen für das laufende Jahr somit mit einem Gewinn je Aktie von rund 28 Cent, für 2011 mit rund 32 Cent. Damit wäre Quanmax für 2010 mit einem KGV von 8, für das kommende Jahr mit dem 7
fachen Gewinn bewertet. Angesichts der starken Wachstumsaussichten durchaus moderat. In den vergangenen Tagen zog der Quanmax Kurs unter relativ hohem
Volumen bereits deutlich nach oben an. Jüngst wechselte das Unternehmen in den Prime Standard der Deutschen Börse, so dass die Wahrnehmung in Zukunft deutlich steigen wird. Wir sehen ein erstes Kursziel für die Österreicher bei 3,20 Euro, was einem KGV von 10 für das kommende Jahr entsprechen würde. Bauen Sie daher eine erste Position auf und legen sie bei schwächeren Kursen nochmals nach. Der Stoppkurs ist bei 1,60 Euro.

 

Der Börsendienst 13, 23.06.2010




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