QUANMAX  


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  18.05.12 20:31


Quanmax, die neue Kontron?

Hannes Niederhauser besucht die Prior-Redaktion. Kein Unbekannter: Der Österreicher gehörte zu den Gründern des TecDAX-Konzerns Kontron. Als Vorstandschef schraubte der Ingenieur den Umsatz zwischen 1998 und 2007 von etwa 35 Millionen auf 450 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl explodierte von 150 auf 2.700. Zufrieden mit dem Erreichten, zog sich der Manager zurück. Doch ein Dasein ausschließlich als Privatier langweilt den Linzer, der es jetzt noch einmal wissen möchte. Sein neues Vehikel ist der österreichische Computeranbieter Quanmax. Die wesentlichen Komponenten liefert der weltweit führende Notebookhersteller, das taiwanesische Unternehmen Quanta, das sich mit mehr als 10% an Quanmax beteiligt hat. Im Grunde genommen fungieren die Österreicher als Computervertrieb, die die fremdbezogenen Geräte aber noch, ähnlich wie etwa Medion, den speziellen
Marktgegebenheiten anpassen und den Service übernehmen. Quanmax-Aufsichtsratsvorsitzender Niederhauser, der etwa 20% der Anteile hält, will die Handelsfirma nun zum Technologieunternehmen weiterentwickeln. Auf diese
Weise soll die Nettomarge von aktuell etwa 5% in 2 bis 3 Jahren auf 10% verdoppelt werden. Die neuen Aktivitäten zielen auf das sogenannte cloud computing. Anwendungen um die superschnellen Rechner, die von überall auf der Welt angesteuert werden können, haben das Zeug zum nächsten Hype. Gemeinsam mit Kooperationspartner Microsoft möchte Quanmax kleineren Firmen oder Mittelständlern Sicherheitslösungen für das Rechnen in den Wolken anbieten. Bis 2012 soll die Technologiesparte etwa ein Drittel des Konzernumsatzes beisteuern und 70% des Gewinns. Im laufenden Turnus werden etwa 70 Millionen Euro durch die Bücher gehen und nach Steuern ca. 3,8 Millionen hängen bleiben. Der Börsenkurs hat sich binnen Jahresfrist knapp verdreifacht auf aktuell 3,05 Euro und enthält einige Vorschußlorbeeren. Die Marktkapitalisierung 60 Millionen Euro. Das KGV gut 15. In
den kommenden zwei Jahren möchten die Österreicher den Umsatz auf etwa 125 Millionen hieven. Dabei soll die Nettomarge auf mehr als 6% anziehen, was einen
Gewinn von etwa 8 Millionen Euro nach Steuern entsprechen würde. Quanmax soll dabei je zur Hälfte organisch und durch Zukäufe wachsen. Soeben meldete
das Unternehmen die Übernahme einer Softwarefirma aus dem Bereich Online-Spiele.


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PRIOR BÖRSE 71, 17.09.2010




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